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Disclaimer: Die Terminrubrik ist eine Plattform für kreisweite Aktionen und Veranstaltungen zu den Themenbereichen Rassismus und Rechtsextremismus und ihren Facetten. Die Fachstelle NRWeltoffen stellt die Termine ein, ist jedoch nicht gleichzusetzen als Veranstalterin. Gern können wir auch zugesendete Termine einstellen unter post@gegenrechts.info
30.10.2025
Vortrag
Jüdische Friedhöfe in Deutschland - zwischen Schändung, Gedenken und Vermittlungsarbeit
Donnerstag, 30.10.2025, 19 Uhr, Gedenkstätte Zellentrakt Herford, Rathausplatz 1
Jüdische Friedhöfe in Deutschland - zwischen Schändung, Gedenken und Vermittlungsarbeit
Vortrag von Dr.-Ing. Katrin Keßler
Die mehr als 2000 jüdischen Friedhöfe in Deutschland wurden nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus schwer verwüstet. Auch nach 1945 waren sie immer wieder von Schändungen und anderen Angriffen betroffen. Zugleich ließen Übergriffe auf Friedhöfe in der Vergangenheit aber auch häufig ein Bewusstsein für das jüdische Erbe vor Ort entstehen. Etwa seit den 1960er Jahren entwickelte sich ehrenamtliches Engagement unterschiedlicher Gruppen, aber auch vieler einzelner Personen für jüdische Friedhöfe.
So auch in Herford, wo es auf dem wiederhergestellten Friedhof keine Schändungen mehr gab. Hier wurde der bemerkenswerte Friedhof in die seit Ende der 1980er Jahre entstehende Erinnerungskultur integriert. Er gehört zu den ältesten und größten in Westfalen und ist der älteste, der bis heute genutzt wird.
Der Vortrag stellt die Entwicklung bis heute vor, die Probleme und Herausforderungen, aber auch die zunehmende Bedeutung jüdischer Friedhöfe für die Erinnerungskultur und Vermittlungsarbeit für unterschiedliche Zielgruppen. Katrin Keßler berichtet aus der aktuellen Forschung auch darüber, was jüdische Friedhöfe für Nachfahren und für die jüdische Gemeinschaft bedeuten, und wie sie durch ehrenamtliches Engagement vor dem Vergessen gerettet werden konnten.
Dr.-Ing. Katrin Keßler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bet Tfila-Forschungsstelle für jüdische Architektur, TU Braunschweig, mit Forschungsschwerpunkt jüdische Architekten und Architekturgeschichte. Sie arbeitet aktuell im Projekt "Net Olam. Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Vermittlung" in Kooperation u.a. mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte, gefördert für vier Jahre durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
!! FÄLLT AUS !! Vortrag
Arisierung – Wiedergutmachung – Verdrängung
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Donnerstag, 30. Oktober 2025, 19.00 Uhr Kulturfabrik Vlotho, Lange Str. 53, 32602 Vlotho
Thomas Gräfe, Regionalhistoriker mit einem Schwerpunkt auf Enteignungen jüdischen Besitzes im Dritten Reich, hält an diesem Abend zwei Vorträge, die aufeinander aufbauen.
In einem ersten Teil geht um den Umgang mit enteignetem Besitz von Juden und Jüdinnen in Bad Oeynhausen und Vlotho. Gräfe stellt die Enteignungen und ihre Vor- und Nachgeschichte beispielhaft und präzise recherchiert dar.
Ein zweiter Teil legt den Schwerpunkt auf den Ankauf einer Villa in Vlotho, heute Moltkestraße 2. Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde kaufte diese im Dritten Reich von der jüdischen Familie Grundmann. Heute ist das Gebäude ein evangelisches Gemeindehaus. Gräfe hat die Details des Ankaufs recherchiert.
An beide Vorträge schließt sich jeweils eine Diskussion, moderiert von Frank MeierBarthel, an.
Eine Kooperationsveranstaltung der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreisverband und der Kulturfabrik Vlotho
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