TERMINE

Disclaimer: Die Terminrubrik ist eine Plattform für kreisweite Aktionen und Veranstaltungen zu den Themenbereichen Rassismus und Rechtsextremismus und ihren Facetten. Die Fachstelle NRWeltoffen stellt die Termine ein, ist jedoch nicht gleichzusetzen als Veranstalterin. Gern können wir auch zugesendete Termine einstellen unter post@gegenrechts.info

September 2026

Gedenken der Opfer durch Euthanasie

Großbetrieb der Barmherzigkeit. Bethel und seine Bewohner 1924 bis 1949

Mittwoch, 09.09.2026, 18 Uhr, Gedenkstätte Zellentrakt, Rathausplatz 1 Herford

Veranstalter*in: Gedenkstätte Zellentrakt

Referent: Uwe Kaminsky

Ein „Großbetrieb der Barmherzigkeit“ wollten die v. Bodelschwinghschen Anstalten nie sein. Doch hatten sie sich bis Ende der 1920er Jahre zu einer der größten Fürsorgeeinrichtungen in Deutschland entwickelt. Der Vortrag stellt ein Buch vor, dass anhand von Patientenakten eine Alltagsgeschichte der Menschen mit Epilepsie, mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen beschreibt.

Quantitative Angaben und Patientenschicksale während der Zeit des Nationalsozialismus stehen im Mittelpunkt Dabei werden Themen wie die Versorgung, der Pflege und der medizinischen Behandlung der in Bethel untergebrachten Menschen, die Hinwendung der Anstaltsvertreter zum Nationalsozialismus, die Beteiligung an Zwangssterilisationen, die Abwehrversuche gegen die „Euthanasie“ und die erhöhte Sterblichkeit im Krieg und in der Nachkriegszeit sowie der Umgang mit NS-Tätern gestreift


Uwe Kaminsky ist Historiker und hat seine Forschungsschwerpunkte in der Zeitgeschichte, Sozialgeschichte und Diakoniegeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Er hat sich neben den Themen der Geschichte der Eugenik und der NS-„Euthanasie" wie der Missionsgeschichte besonders der Oral History und Debattenthemen wie der Aufklärung von Zwangsarbeit, der Erforschung der Schicksale von Heimkindern (u.a. Einsatz von Medikamenten) und der Erforschung sexualisierter Gewalt gewidmet.

Er betrieb von 2017 bis 2021 ein DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur Geschichte der Anstalt Bethel.

Anmeldung unter: info@zellentrakt.de

„Möge die Welt dein Zuhause sein“ – Lesung mit Lena Wolf

Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Wochen 2026

Mittwoch, 09.09.2026
18:30 bis 20:30 Uhr
Kreishaus Herford, Raum 301–302
Amtshausstraße 3, 32051 Herford
Eintritt frei

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2026 im Kreis Herford liest die Autorin Lena Wolf anlässlich der Auftaktveranstaltung. Herr Landrat Mirco Schmidt hat die Schirmherrschaft für die Interkulturellen Wochen 2026 übernommen und wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.

Unter dem Titel „Möge die Welt dein Zuhause sein“ liest Lena Wolf aus ihrer Graphic Novel und eröffnet persönliche Perspektiven auf Migration, Erinnerung, Heimat und Zugehörigkeit vor dem Hintergrund der Geschichte der Russlanddeutschen.

Die Veranstaltung verbindet literarische und bildstarke Zugänge und lädt dazu ein, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die viele Menschen berühren: Was bedeutet Zuhause? Wie wirken Familiengeschichten über Generationen weiter? Und wie prägen Erfahrungen von Migration, Ankommen und Zugehörigkeit das Leben von Menschen?

Nach der Lesung besteht Raum für Austausch und gemeinsame Gespräche.

Zur besseren organisatorischen Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 04.09.2026 unter:

kommunales.integrationszentrum@kreis-herford.de

m.alahmad@kreis-herford.de | 05221 13-1658

Zum vollständigen Programm der Interkulturellen Wochen 2026 im Kreis Herford vom 9.9.-30.10.2026.

 

Geschichte des Antisemitismus

Teil 1: Als das Judentum entstand

Mittwoch 09.09.2026, 19 Uhr

online & kostenfrei

In der Region, die heute der Nahe Osten genannt wird, entstand in der Antike die religiöse Gemeinschaft des Judentums. Die Fragen, auf die in dieser Kursstunde Antworten versucht werden, lauten: Worin genau unterscheidet sich die jüdische Religion von anderen damaligen Kulturen und Glaubensrichtungen? Was waren ihre Hoffnungen und Errungenschaften? Was waren die entscheidenden Ereignisse der frühen jüdischen Geschichte?  

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e. V. und der vhs Löhne

Die Anmeldung zu diesem Kurs und den weiteren Teilen der insgesamt sieben Teile umfassenden Geschichte des Antisemitismus ist bei der VHS Herford möglich.

Lesung mit Sally Lisa Starken

Wenn der rechte Rand regiert

Donnerstag, 10.09.2026, 19 Uhr, Haus der Begegnung Herford, Landsberger Str. 2

Anmeldung erforderlich

 

Lesung und Diskussion mit Sally Lisa Starken zu ihrem aktuellen Buch "Wenn der rechte Rand regiert", über Demokratien am Kipppunkt.

Wie stabil ist die Demokratie – und was können wir tun, um sie zu schützen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Politikjournalistin und Bestsellerautorin Sally Lisa Starken bei einer Lesung am Donnerstag, 10. September, im Haus der Begegnung an der Landsberger Straße 2 in Herford. Beginn ist um 19 Uhr, der Einlass startet um 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch nur mit vorheriger Anmeldung möglich.

Weitere Infos auf der Webseite des Kirchenkreises.

Anmeldungen sind bei Bianca Krumme in der Geschäftsstelle der Evangelischen Erwachsenenbildung per E-Mail an Bianca.Krumme@ekvw.de oder telefonisch unter (05731) 180515 möglich.

Veranstalter*in: Haus der Begegung/ Evangelische Erwachsenenbildung

Buchvorstellung von Götz Aly

Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945

Werretalhalle
Alte Bünder Straße 14

32584 Löhne

 

Eintritt 8€/erm. 4€

 

Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust – hier stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen?
In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden? Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden, die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewusst geschürt.


Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis "Gemeinsam für Vielfalt", der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V. sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Westfalen-Lippe statt.

Das angegebene Veranstaltungsende ist ein Richtwert und kann je nach Lesungs- und Gesprächsverlauf abweichen.

Karten erhalten Sie online unter www.reservix.de, an der Abendkasse sowie im Vorverkauf bei der vhs Löhne und zugelassenen VVK-Stellen.

Geschichte des Antisemitismus

Teil 2: Als das Christentum entstand

Mittwoch 23.09.2026, 19 Uhr

online & kostenfrei

Was wir das Christentum nennen - das war am Anfang eine kleine Gruppe von jüdischen Jesusverehrern. Im Lauf der Zeit wurde daraus eine der mächtigsten geistigen – und politischen - Kräfte der Weltgeschichte. Diese Veranstaltung unternimmt den Versuch zu verstehen, warum und wie sich die Wege von Judentum und Christentum langsam trennten, welche weitreichenden Folgen dies für den Verlauf der Geschichte hatte – und was uns frühchristliche Texte über diesen Trennungsprozess sagen.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e. V. und der vhs Löhne

Die Anmeldung zu diesem Kurs und den weiteren Teilen der insgesamt sieben Teile umfassenden Geschichte des Antisemitismus ist bei der VHS Herford möglich.

Zweitzeugen-Workshop

Antisemitismus im Sport erkennen und handeln

Samstag, 26.09.2026, 9:00-15:30 Uhr
Ludwig-Jahn-Stadtion
Dennewitzstr. 22, 32052 Herford

Zweitzeugen Workshop: Hinschauen. Handeln. Haltung zeigen.

Antisemitismus und Diskriminierung machen auch vor dem Sport nicht Halt. Doch wie reagieren wir, wenn uns solche Situationen im Training, in der Kabine oder am Spielfeldrand begegnen?

In unserem ZWEITZEUGEN-Workshop beschäftigen wir uns mit Lebensgeschichten, konkreten Fallbeispielen und Situationen aus dem Sportalltag. Dabei geht es nicht nur ums Erkennen, sondern vor allem darum, Handlungssicherheit zu gewinnen, Betroffene zu unterstützen und angemessen zu reagieren.

Kooperationspartner: Zweitzeugen e.V. und dem Sport-Club Herford e.V.

Der kostenlose Workshop richtet sich an Trainer:innen, Übungsleiter:innen, Vereinsverantwortliche und alle Interessierten im Sport. Eine mögliche Anerkennung zur Lizenzverlängerung wird derzeit mit dem Landessportbund NRW abgestimmt!

Anmeldungen sind bei Alice Ruhnau (Tel.  05221 13 1447, E-Mail: a.ruhnau@ksb-herford.de) vom Kreissportbund Herford möglich.

 

Zweitzeugen e.V. ermutigt und befähigt (junge) Menschen, durch das Weitergeben der Geschichten von Überlebenden des Holocaust selbst zu zweiten Zeug*innen, zu Zweitzeug*innen zu werden, und sich gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen. Weitere Informationen, Angebote und Materialien sind auf der Webseite des Vereins zu finden.

Bewerbungsschluss

Integrationspreis Hansestadt Herford

Herford ist eine Stadt, die sich durch die Vielfalt ihrer Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Herkunft und Kultur auszeichnet. Menschen aus zahlreichen Ländern leben heute in unserer Stadt.
Offenheit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind der Boden, auf dem Verständnis und Verständigung zwischen Menschen mit internationaler Familiengeschichte und Einheimischen wachsen. Zusammenleben – Integration – gelingt deshalb, weil sich hierfür zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ehrenamtlich, nachbarschaftlich oder auch beruflich jeden Tag mit großem Engagement einsetzen.

Die Einreichfrist ist am 30.09.2026

Alle Informationen zum Verfahren stehen auf der Webseite der Stadt Herford bzw. des Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Hansestadt Herford.

Mit dem Integrationspreis des Herforder Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration würdigt die Stadt das herausragende Engagement von Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen, Initiativen, Vereinen, Schul- oder Kindergartenprojekten, Jugendzentren u. a., die sich in vorbildlicher Weise für das interkulturelle Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen. Darüber hinaus können Unternehmen mit einem nicht dotierten Sonderpreis ausgezeichnet werden.

Was wird ausgezeichnet?

Ausgezeichnet werden Aktivitäten, Initiativen, Maßnahmen und Projekte, die mit ihrem lokalen Engagement einen bedeutenden Beitrag im Bereich der Integration von Menschen mit internationaler Familiengeschichte leisten, vorbildliches Engagement bewiesen haben oder sich gegen Rassismus und/oder für Vielfalt und ein harmonisches Miteinander engagieren oder die sich auf vielfältige Weise um das Zusammenleben in unserer Stadt verdient gemacht haben.

Wer kann sich bewerben?

Sie setzen sich z. B. als Einzelperson, Initiative, Verein, Träger in Einrichtung, Organisation, Verband, Unternehmen oder im Rahmen eines Schul-, Kindergarten- oder Jugendprojektes besonders für die Integration von Geflüchteten, Vielfalt, ein harmonisches Miteinander aller Kulturen oder gegen Rassismus ein? Sie kennen ein Projekt, das in diesem Bereich einen wichtigen Beitrag oder Impuls gesetzt hat? Dann bewerben Sie sich jetzt für den Herforder Integrationspreis oder schlagen Sie ein Projekt zur Auszeichnung vor! Voraussetzung ist, dass der Wirkungskreis in Herford lag oder liegt. Bewerbungsschluss war der 30. September 2026! Die feierliche Preisverleihung erfolgte im November 2026.

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Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V.
Projekt NRWeltoffen
Kreishausstr. 6
32051 Herford
05221.275725-4/-5
post@gegenrechts.info

Erhan Kara
Bildungsreferent
05221.275725-4

Ann-Christin Kleinert
Bildungsreferentin
05221.275725-5