TERMINE

Disclaimer: Die Terminrubrik ist eine Plattform für kreisweite Aktionen und Veranstaltungen zu den Themenbereichen Rassismus und Rechtsextremismus und ihren Facetten. Die Fachstelle NRWeltoffen stellt die Termine ein, ist jedoch nicht gleichzusetzen als Veranstalterin. Gern können wir auch zugesendete Termine einstellen unter post@gegenrechts.info

Januar 2026

Lesung mit Anna Yeliz Schentke

Kangal

Am 22. Januar veranstalten wir Arbeit und Leben im Kreis Herford DGV/VHS e.V. gemeinsam mit der Fachstelle NRWeltoffen und dem Buchladen Auslese eine Lesung aus dem Buch "Kangal" im Elsbach Haus! Alle sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Über das Buch:
Dilek und Tekin sind ein junges Paar in Istanbul. Nicht erst seit dem Juli 2016 hat sich auch für sie die Stadt verändert. Als Dilek Jahre später in ein Flugzeug steigt, weiß ihr Freund nichts davon, niemand soll wissen, dass sie, die online »Kangal« heißt, bald in Frankfurt landet. Ayla ist überrascht, als ihre Cousine Dilek sich bei ihr meldet, die gemeinsamen Sommer sind lange her. Und während sich Tekin in Istanbul auf die Suche macht, fragt sich Ayla: Wer ist Dilek heute? Sie will ihr glauben, aber ist das, was Dilek fürchtet, auch wahr?

Anna Yeliz Schentke erzählt furchtlos und aufrichtig von der Freundschaft in instabilen Zeiten. »Kangal« ist ein atemloser Roman über aktuelle Unterdrückung und über eine Generation, die auf der Suche ist: nach einer gemeinsamen Sprache, nach Sicherheit und Zugehörigkeit.

 

Ausstellungseröffnung

HERFORD GEHÖRT(E) DEM FÜHRER? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 – 1939

Dienstag, 27.01.2026
19 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt, Rathausplatz 1, Herford

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages wird am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt die Ausstellung „Herford gehört(e) dem Führer? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933–1939“ eröffnet. Der Gedenktag wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. gestaltet.

 

Die Ausstellung wurde bereits 2013 vom Team des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. konzipiert, mit großer Resonanz gezeigt und wird nun in einer überarbeiteten, aktualisierten Fassung präsentiert.

 

Anhand regionaler Texte, historischer Fotografien und Exponate beleuchtet die Ausstellung, wie es den Nationalsozialisten im Stadt- und Kreisgebiet Herford zwischen 1933 und 1939 gelang, große Teile der Bevölkerung für ihre Ideologie zu gewinnen und tief in alle Lebensbereiche vorzudringen. Sie macht sichtbar, warum es trotz Verfolgung, Militarisierung und Unterdrückung nur wenig Widerstand gab. Es werden die Propagandamethoden und Politik-Mittel der NS-Zeit offengelegt, dadurch können Besuchende vor antidemokratischen Tendenzen gewarnt und dafür sensibilisiert werden.

 

Anbei ein vorläufiger Ablaufplan der Eröffnung:

 

  • Musikalischer Beitrag: Klassisches Akkordeon: Joanne Bialek-Tan
  • Begrüßung durch Joachim Jennrich, Vorsitzender des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.
  • Grußwort der Bürgermeisterin Anke Theisen
  • Musikalischer Beitrag
  • Inhaltliche Einführung durch Christoph Laue, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
  • Wissenschaftlich recherchiert - unterhaltsam präsentiert: Schüler*innen der Q2 der Gesamtschule Friedenstal stellen Ergebnisse aus dem Besuch von Kommunalarchiv und Gedenkstätte vor
  • Musikalischer Beitrag

 Die Ausstellung ist ab dem 27.01.2026 zu den allgemeinen Öffnungszeiten samstags und sonntags von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt zu sehen. Ein pädagogisches Begleitprogramm steht zur Verfügung. Führungen für Gruppen und Schulklassen sind unter Tel. 05221 / 189257 vereinbar.

 

Recherche und Texte: Christoph Laue
Überarbeitung: in Kooperation mit Nina Pape und Michael Girke
Gestaltung: Elke Brunegraf

Die Ausstellung wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Stiftung der Sparkasse Herford und des Kommunalarchivs Herford.

Rundgang zu "NS-Täterorten"

in Bünde

Samstag, 31.01.2026, 14 Uhr
Anmeldung erforderlich, s.u.

 

Es war das „Geständnis“ einer Zeitzeugin, das die Grundlage für diesen von Stadtführer und „Jabbelpott“ Jörg Militzer konzipierten Rundgang bildete. Als 14jähriges „BDM-Mädel“ hatte die betagte Bünderin in der Zeit des Nationalsozialismus ihrer eigenen Mutter mit einer Anzeige gedroht. Das vermeintliche „Vergehen“ der Mutter bestand dabei einzig aus dem Grüßen der Nachbarin jüdischen Glaubens. Es drängte sich dabei die Frage auf, wie konnte es soweit kommen, dass selbst Kinder bereit waren ihre eigenen Eltern der Justiz zu übergeben.

Entstanden ist daraus ein Konzept, das sich auf jede Stadt im damaligen deutschen Reich herunterbrechen ließe. Die aufgespürten „Täterorte“ finden sich überall, denn dabei handelt es sich nicht etwa um die Stätten spektakulärer körperlicher Gewalt, sondern um jene eher stillen Örtlichkeiten, die der ideologischen Täterschaft dienten. Schließlich verstand es das NS-Regime in nahezu jedem Bereich des öffentlichen Lebens auf die Menschen Einfluss zu nehmen, was sich gerade bei den Jüngeren dann unweigerlich auch im privaten Umfeld fortsetzte.

Traditionell rund um den 30. Januar – dem Tag der sogenannten „Machtergreifung“ durch die Ernennung Adolf Hiltlers zum Reichskanzler – bietet Militzer diesen kommentierten Spaziergang an. Dass die dabei aufgezeigten Strukturen, die die Geschehnisse der Nationalsozialistischen Diktatur erst ermöglichten, nun wieder weltweit in ähnlichen Systemen zu beobachten sind, verleiht diesem Rundgang eine leider traurige Aktualität.

Los geht es am Samstag, den 31. Januar um 14:00 Uhr. Zwingend erforderliche Reservierungen dafür werden ab sofort unter 05223 6530230 oder info@jabbelpott.de entgegengenommen.

Herford gehört(e) dem Führer? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 – 1939

Ausstellung

Samstags und sonntags, 14-16 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt, Rathausplatz 1 Herford
Eintritt frei

Wie konnte es auch in Stadt und Kreis Herford dazu kommen, dass die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1939 die Mehrheit der Bevölkerung für ihre Ideologie gewannen? Die Ausstellung zeigt anhand von historischen Dokumenten, Fotografien, Zeitungsartikeln und Exponaten aus der Region, wie tief die nationalsozialistische Propaganda und Politik alle Lebensbereiche und Altersgruppen durchdrangen. In Herford, so wie im restlichen Deutschland traf die NS-Ideologie auf begeisterte Zustimmung bis hin zu stillem Mitlaufen.

Die Verfolgung von Minderheiten und politisch Andersdenkenden, die zunehmende Militarisierung und Kriegsvorbereitung lösten kaum offenen Widerspruch aus. Versuche des Widerstands wurden brutal unterdrückt oder blieben isoliert.

Die überarbeitete Fassung der ursprünglich 2013 - 2014 gezeigten Ausstellung lädt dazu ein, zu verstehen, welche gesellschaftlichen Mechanismen damals wirkten und mit welcher Aufmerksamkeit wir unsere Gegenwart betrachten müssen. Denn antidemokratische, populistische und rechtsradikale Positionen haben erneut Aufwind. Methoden wie Begriffsumdeutungen, die Ausnutzung realer Sorgen oder die Abwertung von Gegnern und Minderheiten begegnen uns wieder, sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien. Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie kann uns sensibilisieren.

Die Ausstellung wird ab dem 27.01.2026 in der Gedenkstätte Zellentrakt zu den allgemeinen Öffnungszeiten Samstag und Sonntag 14 - 16 Uhr geöffnet. Begleitend zu den Themen der Ausstellung steht ein Pädagogisches Programm zur Verfügung. Führungen für Gruppen/Schulklassen sind unter Tel. 05221-189257 vereinbar.

Die Ausstellung ist ab dem 27.01.2026 zu den allgemeinen Öffnungszeiten samstags und sonntags von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt zu sehen. Ein pädagogisches Begleitprogramm steht zur Verfügung. Führungen für Gruppen und Schulklassen sind unter Tel. 05221 / 189257 vereinbar.

Recherche und Texte: Christoph Laue
Überarbeitung: in Kooperation mit Nina Pape und Michael Girke
Gestaltung: Elke Brunegraf

Die Ausstellung wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Stiftung der Sparkasse Herford und des Kommunalarchivs Herford.

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Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V.
Projekt NRWeltoffen
Kreishausstr. 6
32051 Herford
05221.275725-4/-5
post@gegenrechts.info

Erhan Kara
Bildungsreferent
05221.275725-4

Ann-Christin Kleinert
Bildungsreferentin
05221.275725-5